Aktuelles - Aktion Hoffnung

Logistikpartner stellt Erfassung ein: Aktion Hoffnung muss Kleidercontainer im Ostalbkreis abziehen

Trotz intensiver Suche ist es der Aktion Hoffnung nicht gelungen, ein Nachfolgeunternehmen für die Erfassung und Verwertung der gespendeten Textilien zu finden. Der Verein sieht daher keine andere Möglichkeit als die Container aus dem Ostalbkreis abzuziehen. Angestrebt wird ein Beginn des Abzugs ab Mitte September.

Besonders schwer fällt der Aktion Hoffnung dieser Schritt mit Blick auf den Ostalbkreis: Verein und Landkreis standen über viele Jahre in einem konstruktiven und vertrauensvollen Austausch, der weit über die reine Bereitstellung von Containerstandplätzen hinausging. Die Aktion Hoffnung hätte diese erfolgreiche Zusammenarbeit gerne fortgesetzt.

Die Gründe für die Schwierigkeiten, Partner für die Sammlung und Verwertung zu finden, lassen sich eindeutig benennen: Die Qualität der gesammelten Kleidung hat durch den Trend zu Fast Fashion in den vergangenen Jahren kontinuierlich nachgelassen, der Anteil an Fehlwürfen und Restmüll in den Containern ist dagegen unaufhaltsam gestiegen. Eine kostendeckende Sammlung ist damit wirtschaftlich schon seit längerer Zeit nicht mehr möglich. Dieser Trend ist nicht nur im Ostalbkreis, sondern bundesweit zu beobachten.

Die Entwicklung ist umso bedauerlicher, da eine Lösung der strukturellen Schwierigkeiten im Alttextilbereich bereits in Sicht ist. Mit dem erwarteten Inkrafttreten des so genannten Textilgesetzes ab voraussichtlich 2028 werden Produzenten und Inverkehrbringer von Textilien für die anschließende Sammlung und Verwertung von Altkleidern bezahlen müssen. Diese Mittel hätten die Erfassung auch im Ostalbkreis finanziell abgesichert. „Dass wir uns nach der über viele Jahrzehnte aufgebauten Sammlung auf der Zielgeraden zurückziehen müssen, ist tragisch. Diese Infrastruktur wird ab 2028 im Landkreis bitter fehlen“, so Anton Vaas, Vorstand der Aktion Hoffnung.

Vaas weiter: „Mit dem Ostalbkreis haben wir über viele Jahre konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Dass wir die Sammlung dort jetzt nicht fortsetzen können, bedauern wir sehr; diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen, ist aber für den Moment ohne Alternative“.

Die Aktion Hoffnung bittet die Bürger:innen im Ostalbkreis, die Container bis zum Abzug nicht mehr zu nutzen und keine Kleidersäcke oder sonstigen Gegenstände daneben oder darauf abzustellen.

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